Geschichte
Heimat im Wandel der Zeit...
Einstmals ehrwürdiger Herrensitz preußischen Adels, durchlebte unser Haus stürmische Zeiten. Es bot Siedlern das Sprungbrett zum eigenen Anwesen, gewährte Kriegs-Flüchtlingen ersten Schutz, beherbergte zu NS-Zeiten den weiblichen Reichsarbeitsdienst und war kurz darauf wieder Zufluchtsort der Flüchtlinge des zweiten Weltkriegs. In den ruhigeren Wassern der deutschen-demokratischen Republik kam es als Dorfgemeinschaftshaus zu neuer Blüte. Als die Bausubstanz in den 80er Jahren zusehends verfiel, lagen schon Pläne für den Abriss und die Errichtung von Plattenbauten bereit.
Dann kam die Wende.
Damit kamen vier Männer, die jeweils 25 Pfennig zusammenlegten, für eine D-Mark das Haus kauften und einen großen Traum träumten:
Hier sollte neue Heimat entstehen, ein Heim für Heimatlose geschaffen werden, für junge Menschen, die auf ihrem Weg ins Leben gescheitert waren...
Bautrupps der Gefährdetenhilfe "Scheideweg" aus Nordrhein-Westfalen räumten LKWs von Schuttladungen aus dem Haus und nach und nach geschah am Haus, was viele der Arbeiter im eigenen Leben erlebt hatten: Alte Mauern wurden eingerissen und neue Lebensräume geschaffen. Für einen Landstrich mit vielen Herausforderungen ein sichtbares Zeichen von neuer Hoffnung.
1994 zog die erste Großfamilie ins Haus und gab jungen Leuten ein neues Zuhause. Nach der Einweihung mit der damaligen Bundes-Familienministerin Angela Merkel kamen dann auch die ersten Gäste.
Seitdem finden immer wieder junge Menschen, die bisher wenig Chancen hatten, im Gästebetrieb eine Möglichkeit zur beruflichen Integration. In unseren Mitarbeiter-Familien erhalten Sie den notwendigen Rückhalt und persönlichen Zuspruch.

